Landgut Hückels May

Neue Legende

Felix Reese übernahm das traditionsreiche Landgut Hückels May nach dem überraschenden Tod seines Vaters Till im Jahr 2023 – und verwandelte den Gasthof in eine vielseitige Eventlocation.

Seit Jahrzehnten gilt das Landgut Hückels May als ein Ort ausgelassener Freude und exzellenter Gastronomie. Ungezählt sind die außergewöhnlichen und wilden Partys, stimmungsvollen Hochzeiten und Firmenfeiern jeder Größe von bis zu über 2.000 Personen. Nach dem Tod des langjährigen Betreibers und Inhabers Till Reese hat Sohn Felix das Erbe angetreten: Der 31-Jährige will in dem historischen Ambiente, zuletzt aufwändig renoviert, eine neue Event-Legende schaffen. Und bis jetzt steht fest – ihm gelingt das. Unternehmen aus der gesamten Region melden sich bei ihm.

Während des Interviews im Barbereich laufen in der großen Scheune schon wieder Vorbereitungen für die nächste Veranstaltung, gleichzeitig hält sein Berner Sennenhund Winston alle auf Trab. Das Team deckt die Tische ein und kümmert sich um die Dekoration. „Am Freitag dürfen wir wieder eine tolle Firma aus der Region begrüßen, etwa 180 Gäste sind es“, erzählt Felix Reese. Knapp zwei Tage bleiben noch, um alles herzurichten. „Das reicht locker“, so der Unternehmer.

Seit 2024 führt er das Landgut Hückels May in zweiter Generation. Von langer Hand geplant war das nicht: Nach dem BWL-Studium in Bonn war Felix Reese mehrere Jahre lang für einen großen Schweizer Handelskonzern tätig, lebte in Zürich. Anschließend betrieb er erfolgreich ein Restaurant in Köln. Durch den frühen Tod seines Vaters 2023 war er plötzlich mit der Frage konfrontiert, was mit dem Areal im heimatlichen Krefeld passieren soll. „Ich habe sämtliche Möglichkeiten abgewogen und mich dann dafür entschieden, es zu behalten – und mit einer Event-Location nach meinen Vorstellungen ganz neu durchzustarten.“ Dafür plant er unter anderem ein Elektro-Festival mit namhaften Profis an den Turntables.

Das weite Areal des Landguts bietet viel Platz für unterschiedlichste Events und Feierlichkeiten.

Rückblick: Im Frühjahr 1997 kaufte Vater Till Reese eine damals stark sanierungsbedürftige Hofanlage im „Dreiländereck“ von Krefeld, Tönisvorst und Willich. Nach nur acht Monaten Bauzeit wurde das Landgut 1998 in seiner heutigen Form neu eröffnet. Bei der Sanierung hatte man großen Wert auf den Erhalt der historischen Bausubstanz sowie auf die Wiederherstellung der ursprünglichen Gebäudestruktur gelegt. So wurde unter anderem die Fachwerkscheune neben dem heutigen Parkplatz im nahegelegenen Vorst abgebaut und anstelle einer um 1950 abgebrannten Remise wieder errichtet. Auch die aktuellen Umbaumaßnahmen haben dem einzigartigen Charakter des Ortes keinen Schaden zugefügt. „Sie waren aber erforderlich, um das Landgut fit für die Zukunft zu machen. Die Eventgastronomie hat sich in den letzten 20 Jahren dramatisch entwickelt, daher musste sich die Location und die Strategie dahinter anpassen“, so Felix Reese.

So manches, was viele Niederrheiner sicherlich noch mit dem Landgut verbinden, ist Geschichte. Dazu gehört das Restaurant, dass vor rund sieben Jahren zum letzten Mal geöffnet war. Auch den Carrera-Shop, den weltweit Fans der kleinen Rennautos schätzten, gibt es nicht mehr. Er wurde vor etwa zwei Jahren aufgelöst. „Der Fokus liegt nun komplett auf Events inklusive Catering “, erklärt Felix Reese. Mit Johannes Nickel ist ein erfahrener Koch an Bord, der vor 15 Jahren im damaligen Restaurant seine Ausbildung absolviert hatte.

Neu ist auch die maximale Größe der Veranstaltungen, die sich deutlich erhöht hat: „Wir hatten im vergangenen Jahr die erstenFeiern mit bis zu 2.000 Gästen“, sagt der Betreiber. „Dafür verwandeln wir das komplette Außengelände in eine Art riesigen Streetfood-Markt. Im Inneren wechseln sich ruhigere Bereiche für Gespräche mit lauteren Party-Zonen ab.“ Dieses Konzept habe sich schon bewährt. „Sowohl die Gäste als auch das Team waren hellauf begeistert.“ Weiterhin möglich sind aber auch Hochzeiten, Geburtstage und Firmenfeiern in kleinerem Rahmen. „Typisch sind 100 bis 250 Gäste.“ Dank der Weite des Areals und des Zuschnitts der Flächen können sogar problemlos zwei mittelgroße Events parallel stattfinden, ohne dass sich die verschiedenen Gruppen über den Weg laufen – „außer vielleicht auf dem Parkplatz“, meint Felix Reese mit einem Lächeln.

Einer seiner weiteren Pläne: Mit der Neuauflage öffentlicher Großveranstaltungen will er Krefeld „wieder verstärkt auf die Party-Landkarte in NRW bringen“. Zu seinen weiteren Erfolgen zählte die Silvesterparty 2025/2026 mit insgesamt etwa 850 Leuten. In einem Teil der Hofanlage gab es ein Dinner-Buffet, während in der Scheune ab 21 Uhr die Party tobte. Und es geht Schlag auf Schlag weiter: In der „fünften Jahreszeit“ steht zunächst eine kleine, aber feine Weiberfastnacht-Feier mit ca. 250 Tickets an, gefolgt von einer „großen Karnevalssause“ in der Scheune am Samstag, 14. Februar. Die nächste klassische „Scheunennacht“ findet am 28. März statt. „Wenn es terminlich hinhaut, wollen wir eine öffentliche Party pro Monat anbieten. Das wird aber vor allem im Sommer schwer, da wir dort an den Samstagen restlos ausgebucht sind mit Hochzeiten. Aber wir werden auch da kreativ sein“, sagt Felix Reese.

Das Jahreshighlight 2026 ist für die Nacht zum 1. Mai vorgesehen: Unter der Überschrift „Electric Landscape“ – ein entsprechender Instagram-Kanal ist schon eingerichtet –, werden rund 20 DJs auf vier Ebenen für reichlich Club-Atmosphäre sorgen. „Das ist schon lange ein großer Traum von mir“, sagt Felix Reese. Wer es lieber ruhiger mag, sollte sich das Osterwochenende vormerken: Am Sonntag und Montag gibt es Brunch bzw. Dinner zum Fest. Dies ist in der Hückels May bereits seit seit 30 Jahren beliebte Tradition.

Landgut Hückels May
Hückelsmaystraße 70
47804 Krefeld
Telefon: 01575 – 5537615
E-Mail: info@hueckels-may.de
hueckels-may.de

Fotos: Felix Burandt
Artikel teilen: